01/2006 Herr über zehntausende Akten
Das Rendsburger Depot Denker archiviert Daten für norddeutsche Unternehmen
Eine Rendsburger Firma bietet norddeutschen Unternehmen ein ganz neues Segment zum Auslagern aus dem eigenen Betrieb an. Seit mehr als zwei Jahren hat sich das Archivdepot Denker darauf spezialisiert, Akten und Dokumente für Firmen und Verbände einzulagern - und bei Bedarf in kürzester Zeit zur Verfügung zu stellen. Banken, Versicherungen, Steuerberater, Unternehmen aus Handel und Gewerbe machen bereits von dem Rendsburger Service Gebrauch. Einige zehntausend Kartons mit unterschiedlichsten Datenpaketen und Ordnersätzen – von der Personalakte bis zum Briefverkehr mit der Kundschaft – sind bereits im Depot an der Büsumer Straße numeriert, codiert und eingelagert worden. „Das sind zum Teil ganz sensible Daten, die eine professionelle Bearbeitung brauchen – mit Brandschutz, Videoüberwachung und direkter Koppelung mit Wachdienst und Feuerwehr“, sagt Geschäftsführer Michael Brüger. Er kommt mit seinen fünf Archivmitarbeitern aus der Möbelspeditionsbranche und kann auf weiteres Logistikpersonal zurückgreifen. „Wir sehen häufig, daß in einen freien Kellerraum sensible Daten „reingeschoben“ werden“, ergänzt Mitarbeiterin Britta Fuchs. Und wenn etwas gebraucht wird, werde nicht selten erst einmal der Lehrling losgeschickt, um sein Glück zu versuchen.
Die Grundidee des Archivgeschäfts war, daß viele Unternehmen viele Akten in guten Citylagen aufbewahren, obwohl sie die Flächen besser nutzen könnten: „Es gibt Betriebe, die direkt an der Alster 500 Quadratmeter für ihr Archiv verbrauchen“, sagt Brüger: „Das ist ja tragisch.“
Jeder Zugriff werde automatisch per EDV registriert. Zudem gibt ein Lagerpaß dem Kunden Aufschluß über alle archivierten Akten – und am Ende des Jahres bekommt er auch noch eine Liste mit Vorschlägen, welche Akten im neuen Jahr vernichtet werden könnten. „Für den Kunden wird auch die gesamte laufende Bearbeitung der Akten übernommen“, erklärt Geschäftsführer Brüger.
Das Schwierigste sei, die Kunden überhaupt auf die Idee zu bringen, ihre Akten aus der Hand zu geben, meint er. Neben großen Betrieben aus dem Finanzsektor, Handel und Industrie komme die Dienstleistung des Archivdepots auch für kleine Handwerksbetriebe und Verbände in Frage, findet Michael Brüger.
Die gewünschten Akten seien binnen 15 Minuten verfügbar und würden je nach Wunsch per Fax, E-Mail, Kurier oder übers Internet verschickt: „Das kann man sich wie den Warenkorb bei Tchibo im Internet vorstellen.“
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